Kleiner Reiseführer

Nordwestgrönland - die Disko-Bucht

Ein Besuch der Disko-Bucht ist immer ein einmaliges Erlebnis. Im Hochsommer scheint die Mitternachtssonne rund um die Uhr, im Winter wird durch die vielen Schlittenhunde eine ganz besondere Stimmung erzeugt. Einige der aktivsten Gletscher der nördlichen Erdhalbkugel befinden sich in hier. Ein stabiles Klima im Sommer wie im Winter kennzeichnet dieses Gebiet. Hauptort in der Region Disko-Bucht ist Ilulissat an der Mündung des Eisfjordes (UNESCO Weltkulturerbe seit 2004). Die riesigen Eisberge und Eisschollen, die im Fjord treiben stammen vom produktivsten Gletscher der nördlichen Hemisphäre, dem Sermeq Kujalleq. Sehenswerte Siedlungen rund um Ilulissat sind Oqaatsut und Ilimanaq sowie Qeqertarsuaq auf der Disko-Insel. Nicht zu vergessen, eine Bootsfahrt zum Gletscher Eqip Sermia, ca. 80 km nördlich von Ilulissat.

Nordgrönland

Wenn man von der Region Nordgrönland spricht, bezieht sich das auf die nordgrönländische Küste im Nordwesten von Uummannaq bis Thule/Qanaaq (fast 1.000 km Luftlinie). Am einfachsten ist diese Region mit einem Kreuzfahrtschiff zu bereisen. Als Individualtourist benötigt man Zeit und kann die Entfernungen nur mit Inlandsflügen überwinden. Die einzigen größeren Ortschaften sind Uummannaq, Upernavik, Kullorsuaq und Qanaaq, neben ein paar kleineren Siedlungen.

Westgrönland

Die drei Städte Sisimiut, Maniitsoq und Nuuk sind aufgrund der besonderen Strömungsverhältnisse eisfrei. Im Gegensatz zu den meisten anderen Städten Grönlands sind sie somit das ganze Jahr über für den Schiffsverkehr zugänglich. Natürlich ist dies für die Schifffahrt ein wichtiger Faktor, aber es bedeutet außerdem, dass die Fischerei auf den reichen Bänken entlang der Westküste und in den Fjorden ebenfalls das ganze Jahr über möglich ist, sodass die Fänge in den Produktionsbetrieben der Städte verarbeitet werden können.

Südgrönland

Südgrönland erstreckt sich von Kap Farvel im Süden bis nach Paamiut im Norden, und genau in diesem Gebiet ist das Packeis im Frühjahr und Sommer vorherrschend. Das Packeis ist ein Naturphänomen von großer Schönheit. Eisscholle reiht sich an Eisscholle, so weit das Auge reicht, aber zuweilen ist das Gebilde auch so kompakt, dass es die Schifffahrt beeinträchtigt, sodass der Schiffsverkehr und damit die Versorgung der kleineren Siedlungen und Städte zum Erliegen kommen. Südgrönland ist außerdem das Gebiet, in dem die Landwirtschaft und die Schafzucht in diesem Jahrhundert sehr bedeutend gewesen sind. So prägt dieses Gewerbe denn auch das Siedlungsverhalten in dieser Gegend, die sich vom übrigen Grönland wesentlich unterscheidet. An den lang gezogenen Fjorden liegen in einigen Kilometern Entfernung voneinander die Höfe bis zur Küste hin. Viele Höfe sind durch Pfade und kleinere Wege miteinander verbunden, die von Fjellwanderern genutzt werden. Südgrönland ist leider immer noch der eher "vergessene" Teil Grönlands, dabei bietet diese Region so viele tolle Landschaften. Südgrönland ist deutlich weniger touristisch als die Disko-Bucht, aber nicht weniger schön. Im Qorooq-Eisfjord bei Narsarsuaq kann man bei einer Bootsfahrt ebenfalls große Eisberge bestaunen.

Ostgrönland

„Tunu” – die Rückseite des Landes – heißt die Ostküste auf Grönländisch, aber diese Bezeichnung deutet keineswegs an, dass es sich um ein weniger interessantes Gebiet handelt. Aufgrund der geographischen Lage war der Ort Ammassalik im Verhältnis zum übrigen Grönland bislang relativ isoliert. Zum Ausdruck kommt dies unter anderem in dem besonderen ostgrönländischen Dialekt, der hier gesprochen wird, und auch die ursprüngliche Kultur ist nicht im gleichen Maße von westlichem Einfluss geprägt worden, wie dies an der Westküste der Fall gewesen ist. Auf Ostgrönland ist die Jagd nach wie vor ein sehr wichtiges Gewerbe. Im Winter sind Jagdreisen mit dem Hundeschlitten von mehrwöchiger Dauer keine Seltenheit.

Der Hauptort in der Region ist Tasiilaq auf der Insel Ammassalik. Es bieten sich Wanderungen an und verschiedene Bootsfahrten zu den Gletschern in den Fjorden und zwischen den Eisbergen.

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