Geographie / Geologie

Geographie

Das Inlandeis bedeckt in etwa eine Fläche von 80% der Gesamtfläche Grönlands (Gesamtfläche: 2.166.086 km²). Das Inlandeis erstreckt sich von Norden nach Süden über eine Länge von 2.500 km und von Osten nach Westen über 1.000 km – im Zentrum kann das Eis eine Dicke von bis zu 3 km erreichen. Der eisfreie Bereich deckt eine Fläche von 350.000 qkm, was der Größe des Landes Norwegen entspricht. Da Grönland hauptsächlich von kalten Meeresströmen umgeben ist, sind die Küsten stets kalten Einflüssen ausgesetzt. Dieser Umstand sorgt zusammen mit der Kälteabstrahlung des Inlandeises für das arktische Klima auf Grönland.

Etwa ein Drittel von Grönland ist Nationalpark. 1974 wurden 972.000 km² Nordost­grönlands als Nationalpark ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um den größten Nationalpark der Welt.

Der Gunnbjörn Fjeld ist mit 3.694 Metern der höchste Berg Grönlands und damit auch gleichzeitig der höchste Berg nördlich des Polarkreises.

Klima

Bei Grönland denken viele in erster Linie an Dunkelheit und Kälte – und in der Tat kann es auf Grönland auch sehr kalt sein. Es gibt aber auch sehr viel Licht, und selbst wenn die Polarnacht oft vorherrscht (in Qaanaaq zeigt sich die Sonne ganze drei Monate lang überhaupt nicht), ist es dennoch nie ganz finster, denn in der dunklen Jahreszeit leuchtet der Himmel während der Tagesstunden immer noch auf. Das Licht des Mondes wird von Schnee und Eis reflektiert, sodass man ohne weite­res Skilaufen oder Schlitten fahren kann. Und nach dem 21. Dezember, dem kür­zesten Tag, geht alles plötzlich sehr schnell. Ende Februar hat man in Ilulissat bereits mehr als elf Stunden Tageslicht – von denen die Sonne mehr als neun am Himmel steht.

Tatsächlich hat Grönland im Sommer mehr Sonnenstunden als Südeuropa, aber die Luft ist nicht annähernd so warm, obgleich das Licht sehr viel intensiver ist. Die enorme Größe Grönlands bedeutet, dass die Wetterverhältnisse zwischen Nord und Süd sehr unterschiedlich sind. Aber es macht auch einen wesentlichen Unter­schied, ob man sich in einem küstennahen Bereich oder im Inland befindet. Generell gilt, dass es im Sommer im Inland am wärmsten und niederschlagsärmsten ist, wäh­rend an den Küsten das Meer seinen kühlenden Einfluss geltend macht.

Einer der kräftigsten Winde an der Westküste ist der Föhn, der sich häufig durch lin­senförmige Wolken ankündigt. Im Regelfall werden mit dem Föhn warme Winde von Südosten herangeführt. Er ist normalerweise nur von kurzer Dauer (max. 72 Stun­den). Auf den Föhn folgen meist Niederschläge. In Ostgrönland ist der Piteraq, ein kalter Fallwind, ein bekanntes und gefürchtetes Windphänomen. Die stärksten Windstöße wurden 1972 in Ammassalik gemessen – sie betrugen 72 m/sek.

Das grönländische Klima ist allgemein trocken, was dazu führt, dass die gefühlte Temperatur eine ganz andere ist als in Europa. +10 bis +15 °C werden als sehr warm, -10°C dementsprechend als durchaus angenehm empfunden.

Durchschnittstemperaturen (Mittel aus Tages- und Nachttemperaturen):

Standort Frühjahr Sommer Herbst
Qaanaaq (im Nordwesten) -20°C +6°C -5°C
Ilulissat (Disko-Bucht im Westen) -15°C +5°C -1°C
Nuuk (Westgrönland) -8°C +5°C +2°C
Tasiilaq (Ostgrönland) -6°C +5°C 0°C
Qaqortoq (Südgrönland) -7°C +6°C +3°C

Eis

Auf Grönland gibt es drei Arten von Eis: Festeis, Packeis und Eisberge. Beim Festeis handelt es sich um gefrorenes Salz­wasser, das im Zeitraum Dezember bis Mai/Juni die Fjorde bedeckt. Das Packeis bildet sich im Polarmeer nördlich von Grönland und wird mit der Strö­mung entlang der ostgrönlän­dischen Küste, rund um Kap Farvel und dann wieder in nörd­licher Richtung entlang der Westküste geführt. Das Packeis kann für die Schiff­fahrt in Südgrönland zu einem großen Problem werden und den Zugang zu vielen Siedlungen un­möglich machen. Eisberge brechen von den Gletschern am Rand des Inlandseises ab und bestehen aus Süßwasser. Das Alter des Eises schwankt am Eisrand von ca. 500 bis 100.000 Jahre, während es sich bei den untersten Schichten des Inlandseises herausgestellt hat, dass diese bis zu 2 Millionen Jahre alt sein können. Das Inlandeis in Grönland hat eine Größe von ca. 1,7 Mio qkm und nimmt seit Jahren durch die globale Klimaerwärmung ab. Durch das Gewicht des Inlandseises wurde der ursprüngliche Grundfjell über Millio­nen Jahre ca. 800 m nach unten gedrückt. Das Inlandseis wurde erstmalig 1888 überquert. Der Norweger Fridtjof Nansen war der Ur­heber dieses Vorhabens. Die Überquerung erfolgte auf Skiern. Heutzutage wird das Eis von Abenteurern mehrmals im Jahr über­quert, in der Regel vom Gebiet um Ammassalik bis nach Kangerlussuaq.

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