4x4 Superjeep-Abenteuer zur Laki Kraterreihe im südlichen Hochland Islands

Tagesausflug zu einer der Top-Hochland-Regionen Islands

Dieser absolut empfehlenswerte Tagesausflug führt Sie mit einem 4x4 Allrad-Jeep, mit extra großer Bereifung, zu einer der Top-Hochland-Regionen Islands, den Lakagigar (dt. Laki Kraterreihe). Ein Abenteuer, dass Sie nicht vergessen werden und auf keinen Fall verpassen sollten. Unsere Empfehlung: Buchen Sie eine geführte Tour, das ist das bessere Preis-/Leistungsverhältnis und viele interessante Infos gibt es noch obendrauf.

Geschichte zur Laki Kraterreihe

1783 öffnete sich ca. 30 km nördlich von Kirkjubaejarklaustur (Luftlinie) eine ca. 25 km lange Spalte in der Erde und aus 130 Kratern am Berg Laki floss Lava. Diese Kraterreihe wird seitdem Lakagigar genannt.

Der Vulkanausbruch hatte verheerende Folgen für die Bewohner der Hochlandregion um die Ansiedlung Kirkjubaejarklaustur. Obwohl die Kraterreihe 30 km nördlich von Kirjubaejarklaustur entstand, floss die Lava nach Süden bis nach Kirkjubaejarklaustur und fast bis zum Meer. Die Lava überfloss riesige Flächen von gutem Farmland. Schwarze Asche lag in der Luft und setzte den Bewohnern und Tieren zu. Auch die Siedlung selbst war in Gefahr, weil sich der Lavastrom scheinbar unaufhaltsam näher schob. Dem Pfarrer Jon Steingrimsson soll die Rettung der Siedlung zu verdanken sein, weil er am Juli 1783 während der Messe mit großer Inbrunst um Erbarmen für die Gegend gebetet hat. Nach dieser Feuerpredigt kam der Lavastrom zum Stillstand. Ihm zu Ehren wurde 1974 die neue Kirche eingeweiht.

Der Weg heute zu den Lakagigar

Heute durchschneidet die Ringstraße Nr. 1 das riesige Lavafeld der Eldhraun (dt. „Feuerlava“). Jeder Island-Besucher, der entlang der Südküste fährt, erahnt nichts mehr von dem Schrecken des Laki-Vulkanausbruchs. Denn heute ist diese schon seit langem erkaltete Lavafläche mit dickem Moos überwachsen, das je nach Feuchtigkeit leuchtend grün oder eher blassgrün oder grau erscheint.

Der Weg zu den Lakagigar (dt. Laki Kraterreihe) ist auch heute noch abenteuerlich. Die ca. 40 km Hochlandpiste zu den Kratern führt durch zahlreiche Flüsse, deren Wasserstand je nach Witterung moderat oder anspruchsvoll sein kann. Nichts für Unerfahrene und nur ab ungefähr Mitte Juni bis Mitte September möglich.

Tagestour mit dem 4x4 Super-Jeep

Es gibt viele Berichte, dass man die F206 auch mit kleinen Allrad-Geländewagen kann. Ich bin da anderer Meinung, denn die Furten können wirklich auch tief sein, vor allem wenn es entweder gutes Wetter hatte und viel Gletscherschmelze ist oder wenn es viel geregnet hat, und die Flüsse anschwellen. Ein großer 4x4 Geländewagen mit Allradantrieb, guter Bodenfreiheit und hoher Wattiefe ist da eindeutig die bessere Wahl, um die Hochlandpiste zu befahren.

Da es oftmals sehr teuer ist, einen großen Geländewagen mit Allradantrieb für den gesamten Island-Urlaub zu mieten, schließt man sich am besten einer geführten 4x4 Super-Jeep-Tour an. Der erfahrene Fahrer erzählt nebenbei auch viel Interessantes über die Region und bringt Sie zu den interessanten Ecken rund um die Laki-Krater. Es bleibt viel Zeit für Wandern und eigenes Erkunden.

Tagesausflug Laki-Kraterreihe – Superjeep

Erkaltete Lava entlang der Laki-Kraterreihe ist mittlerweile durch dickes Moos überwachsen.

Wandern an der Laki Kraterreihe im südlichen Hochland Islands

Die Abenteuer-Tour um die Lagagigar sollte man, so wie bei dem geführten Super-Jeep Tagesausflug, gegen den Uhrzeigersinn fahren und als erstes den Berg Laki ansteuern. Am Fuß des Vulkans ist ein Parkplatz mit Info-Tafeln, Toiletten und die Hütte der Ranger. Beim geführten Ausflug ist hier auch der erste Aufenthalt. Der ca. 2,5-stündige Aufenthalt reicht für die Wanderung auf den Laki (ca. 200 Höhenmeter) und auch für den Lehrpfad am Fuße des Bergs.

Oben auf dem Berg Laki hat man bei gutem Wetter einen sensationellen Blick über die Kraterreihe, die sich nach Südwesten und nach Nordosten des Hochlands erstreckt. Am südwestlichen Horizont glänzt die weiße Eiskappe des Mýrdalsjökull Gletschers und in nordöstlicher Richtung das mächtige Eisschild des Vatnajökull Gletschers. Dazwischen liegen die einzelnen Krater wie an einer Perlenschnur aufgereiht und sind mit grünem Moos bewachsen und stehen in einem starken Kontrast zu den schwarzen und roten Farben der darunterliegenden Lava sowie zum Weiß der Gletscher. Man kann sich nicht satt sehen, sondern steht mit staunendem Blick ehrfürchtig inmitten imposanter Natur. Kaum vorzustellen, dass in diesem Teil Islands vor über 300 Jahren ein Inferno herrschte.

Sehr interessant ist auch der Lehrpfad am Fuße des Laki, der durch einen der Krater führt. Man lernt in der kurzen Wanderung unglaublich viel über Vulkanismus, die zu sehenden Gesteinsarten und Pflanzen.

Weiter geht’s um die südwestliche Kraterreihe zum nächsten Höhepunkt der Tour, dem Kratersee Tjarnagigur. Wir werden am Parkplatz (Toiletten) abgesetzt und wandern auf eigene Faust den Wanderweg entlang zum Tjarnagigur und in den Krater hinein mit tollem Blick auf den Grundwassersee im Krater. Da uns der Fahrer an einem anderen Parkplatz wieder abholt, müssen wir nicht wieder zurück.

Rund 130 Krater formen die Laki-Kraterreihe, doch nur einer davon hat einen Kratersee, der Tjarnagigur.

Der sehr schöne und abenteuerliche Weg führt uns aus dem Krater hinaus und durch grüne Wiesen, die rechts und links von einem Lavarand begrenzt werden. Später erfahren wir, dass wir den Weg der damaligen Lava genommen haben. Nachdem die Lava abgeflossen war, stürzte die obere bereits erkaltete Kruste ein und übrig blieb eine große Rinne, in der sich durch die windgeschützte Lage Vegetation ansiedeln konnte. Welch ein Kontrast in der sonst kargen und nur von Moos bewachsenen Vulkanlandschaft. Unser Fahrer wartet bereits am vereinbarten Treffpunkt und mit dem großen 4x4 Super-Jeep machen wir uns auf die Rückfahrt nach Kirkjubaejarklaustur.

Der Wanderpfad führt aus dem Tjarnagigur Krater durch grüne Wiesen, wo 1783 noch glühende Lava floss.

Mit zwei Bonus-Ausflugszielen zum krönenden Abschluss

Wir verlassen die Laki Kraterreihe, fahren aber trotzdem noch lange Zeit durch moosgrüne und schwarzrote Vulkanlandschaften bevor wir einen kurzen Stopp am Wasserfall Fagrifoss (dt. der schöne Wasserfall) einlegen. Krönender Abschluss des Tages ist der Besuch der Schlucht Fjadrárgljúfur.


Mein Fazit – im Sommer unbedingt die Lakikrater einplanen

von Ingrid Herrmann, Island-Expertin mit über 30 Jahren Erfahrung

Person mit gelber Jacke und Kapuze vor grün-schwarzer Kraterlandschaft an den Lakagigar im Hochland Islands.

Geschäftsführerin set geo-aktiv reisen GmbH

Seit über 30 Jahren bereise ich nun schon Island, trotzdem waren die Laki-Krater immer noch ein weißer Fleck auf meiner Island-Karte. Vor ein paar Jahren hatte ich dann endlich während meiner Island Mietwagen Rundreise die Zeit und erlebte einen traumhaften Tag im Hochland! Wir hatten eine stabile Wetterlage, der Nordwind blies und wir hatten blauen Himmel und eine sagenhafte Fernsicht. Auf den Bildern sieht man zum Glück nicht, wie kalt es an diesem Tag im August war. Da ich selbst nicht gerne durch tiefe Flüsse fahre, haben wir uns dem geführten 4x4 Super-Jeep-Ausflug von Secret Iceland angeschlossen. Eine perfekte Wahl! Das kann ich nur jedem Island-Reisenden empfehlen.

Die Szenerie ist schwer in Worte zu fassen – man sollte es sich gönnen, dieses kurze Abenteuer selbst zu erleben. Dafür muss man mindestens 2 Nächte in der Region Kirkjubaejarklaustur einplanen, weil für den Ausflug ein ganzer freier Tag notwendig ist. Von Mitte Juni bis Mitte September lässt sich die Zeit dafür bei jeder Island Rundreise einplanen, die entlang der Südküste oder natürlich auch rund um Island führt.

Die Laki-Krater gehören für mich zu den Top-Hochland-Regionen Islands und ich verspüre beim Anblick der Bilder immer noch dasselbe Glückgefühl wie damals.

Herzlichst,
Ihre Ingrid Herrmann

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